Friedrich Ritter 1980
Kakteen in Südamerika Volume 2: 563; fig. 443. “Trichocereus scopulicola Ritt. “Cactus” April 1966”
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563)
Trichocereus
scopulicola Ritt. “Cactus” April 1966
Körper:
Aufrechte Säulen, nicht oder nur gering vom Grund sprossend, 3-4 m hoch, 8-10
cm dick, dunkelgrün.
Rippen:
4-6, meist 5, fast höckerlos, breit und stumpf, die etwas gewölbten Flanken ca
3-4 cm breit, Trennfurchen gerade.
Areolen: etwas eingesenkt,
gering weißfilzig, rundlich oder oval, 1-3 mm lang, 1 mm breit, 15 bis fast 30
mm freie Entfernung;
Blühareolen: ca 4-5 mm
Durchmesser, rund.
Stacheln: an großen Pflanzen
fehlend oder 3-5, pfriemlich und nur ca 1 mm lang;
Sämlinge haben 6-7 Ripppen,
Areolen: von 1-1,5 mm Durchmesser mit 3-5 mm freier Entfernung und 7-13
nadelförmige, weißliche oder braune, 2-5 mm lange Stacheln, davon 1-2 zentral.
Blüten: meist nahe dem
Scheitel, zuweilen auch tiefer, 16-20 cm lang, duftend, nachts öffnend, in den
kühleren Morgenstunden noch offen.
Fruchtknoten: grün, groß gefeldert,
Felder ca 1 cm Durchmesser, oben auslaufend in grünliche dreieckige Schuppen
von 1-2 mm Länge, mit weißen, oben dazu auch schwarzen Wollhaaren.
Nektarkammer: bräunlichweiß,
tubisch, sehr eng um den Griffel, ca 2 cm lang, mit Nektar.
Blütenröhre darüber
trichterig, 65-85 mm lang, innen und außen hellgrün, die grünen Schuppen nach
oben bis ca 25 mm Länge und 15 mm Breite an Größe zunehmend;
Übergänge in die Kronblätter
rotbraun, Haare sehr krauswollig, schwarz mit weiß.
Staubfadden: unten blaßgrün,
nach oben gelblich, 7-9 cm lang, die des Saumes 4-5 cm lang; Insertionslücke ca
4 cm; Beutel bräunlich.
Kronblätter: 6-8 cm lang,
2,5-4 cm breit, mit schmaler Basis, Enden gerundet mit oder ohne Spitzchen,
nahe oben am breitesten, weiß, die äußeren schmaleren weiß mit grünem
Mittelstreif.
Griffel: blaßgrün, 14-18 cm
lang, wovon ca 2 cm auf die 12 hellgelben ausgebreiteten Narbenlappen kommen.
Frucht: grün, 4-5 cm lang und
dick, gefeldert und bedeckt wie Früchtknoten, wohlschmeckend.
Samen: 1,8 mm lang, 1,3 mm
breit, 0,8 mm dick, fast nierenförmig, Testa glänzend schwarz, etwas gehöckert,
Hilum oval, bräunlich, sehr schief.
Die Art ist verwandt mit
TRICHOCEREUS BRIDGESII, noch näher mit TR. CRASSICOSTATUS.
Heimat Felsenhänge und
Blockhalden von Gebirgswäldern des Depart. Tarija in etwa 1000 bis 1500 m Höhe.
Typusort TAPECUA, Prov.
O'Connor, von mir entdeckt 1959.
Diese Art ist eine
vorzügliche Pfropfunterlage.
Nr. FR 991.
Abb.
443.